Was ist ein Trennschleifer? Funktionen, Einsatzbereiche und Vorteile
Was ist der Unterschied zwischen Trennschleifer und Winkelschleifer?
Die Begriffe „Trennschleifer“ und „Winkelschleifer“ werden gerne synonym verwendet, obwohl es in der Praxis doch ein paar Unterschiede gib. Ein Winkelschleifer ist in erster Linie ein universelles Werkzeug für Schleif-, Polier- und kleinere Trennarbeiten (der „Klassische Handschleifer“ wenn man so will). Er ist kompakt, handlich und eignet sich gut für Metallbearbeitung, das Entfernen von Rost oder das Nacharbeiten von Kanten. Die Geräte sind meist kleiner, leichter und bieten eine geringere Schnitttiefe.
Ein Trennschleifer hingegen ist speziell für das Trennen harter Materialien wie Beton, Stein, Fliesen oder Metall konzipiert. Er ist robuster gebaut, läuft mit einer größere Trennscheibe und erreicht somit deutlich höhere Schnitttiefen. Während ein Winkelschleifer häufig für Feinarbeiten oder kleinere Schnitte eingesetzt wird, kommt der Trennschleifer immer dann zum Einsatz, wenn Materialstärke, Schnitttiefe oder Schnittpräzision im Vordergrund stehen. In der Regel spricht man von einem Trennschleifer, sobald die Diamanttrennscheibe einen Durchmesser von etwa 300 mm hat.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Ausstattung: Viele moderne Trennschleifer verfügen über Wasseranschlüsse, um Staub beim Schneiden zu binden und die Scheibe zu kühlen. Dadurch lässt sich auch nass schneiden, was die Arbeit sauberer, sicherer und materialschonender macht.
Für was braucht man einen Trennschleifer?
Einen Trennschleifer braucht man immer dann, wenn Materialien durchgetrennt werden, die für herkömmliche Werkzeuge zu hart oder zu dick sind. Typische Einsatzgebiete sind Stein-, Metall- und Betonarbeiten. Insbesondere im Garten- und Landschaftsbau nutzt man Ihn um Pflastersteine oder Terrassenplatten passgenau zuzuschneiden. Im Metallbau hilft er beim Trennen von Profilen, Rohren und Blechen.
Auch bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ist der Trennschleifer unverzichtbar, beispielsweise um alte Fliesen oder Mauerstücke zu entfernen. Dank seiner hohen Drehzahl und der passenden Diamanttrennscheibe ermöglicht das Gerät schnelle und saubere Schnitte selbst bei dichten Materialien. In vielen Anwendungsfällen nutzt man die vorhandenen Wasseranschlüsse um den Staub zu minimieren. Das ist nicht nur angenehmer für den Anwender, sondern auch gesünder und schont das Arbeitsumfeld.
Welche Schnitttiefe hat ein Trennschleifer?
Die Schnitttiefe hängt von der Größe der Trennscheibe und der Bauweise des Geräts ab. Kompakte Modelle mit kleineren Scheiben erreichen meist eine Schnitttiefe von rund sechs Zentimetern. Größere Geräte, wie sie auf Baustellen verwendet werden, schaffen acht bis sechzehn Zentimeter. Damit lassen sich selbst dicke Pflaster- oder Betonsteine in einem einzigen Schnitt sauber durchtrennen.
Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Winkelschleifer ist deutlich: Während dieser bei etwa sechs Zentimetern an seine Grenze stößt, bietet der Trennschleifer genügend Reserven, um auch stärkere Werkstücke ohne Wenden zu bearbeiten. Durch die spezielle Bauform und die nach vorne verlagerte Motorposition wird der Scheibendurchmesser optimal ausgenutzt, wodurch die Schnitttiefe deutlich zunimmt.
Sicherheit und Anwendung
Die Arbeit mit einem Trennschleifer erfordert Sorgfalt und die richtige Schutzausrüstung. Schutzbrille, Gehörschutz und Handschuhe sind Pflicht. Beim Schneiden von Stein oder Beton sollte zusätzlich eine Atemschutzmaske getragen werden.
Die Scheibe muss immer zur Anwendung passen – für Stein eignen sich Diamant-Trennscheiben, für Metall spezielle Metallscheiben. Außerdem ist darauf zu achten, dass die auf der Scheibe angegebene maximale Drehzahl mindestens der Drehzahl des Geräts entspricht.
Das Gerät wird stets mit beiden Händen geführt. Der Zusatzgriff sorgt dabei für sicheren Halt, während die Schutzhaube Funken und Staub vom Körper wegleitet. Mit gleichmäßigem Druck und ohne Verkanten erzielt man die besten Ergebnisse und schont gleichzeitig die Scheibe.
Pflege und Langlebigkeit
Nach jedem Einsatz sollten Sie den Trennschleifer gründlich reinigen. Staub und Schmutz, besonders in den Lüftungsschlitzen, können den Motor langfristig belasten. Auch die Trennscheiben sollten regelmäßig überprüft und bei Beschädigungen sofort ersetzt werden. Insbesondere bei den Akku Trennschleifern ist eine trockene Lagerung wichtig. Achten Sie darauf, die Maschinen nicht im nassen Koffer liegen zu lassen.
Fazit: Warum sich ein Trennschleifer lohnt
Ein Trennschleifer ist die perfekte Kombination aus Kraft und Vielseitigkeit. Er unterscheidet sich vom Winkelschleifer durch seine höhere Leistung, größere Schnitttiefe und die Möglichkeit, auch nasse Schnitte durchzuführen. Wer regelmäßig mit Stein, Beton oder Metall arbeitet, kommt an diesem Werkzeug nicht vorbei.
Mit der richtigen Diamantscheibe, sorgfältiger Anwendung und etwas Übung werden selbst anspruchsvolle Schnitte mühelos gemeistert. Die passenden Trennschleifer für euer Projekt findet ihr bei uns im Shop.